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Idealität
Die Basis der INNOLOGICS Innovationsmethodik ist die exakte Definition von Innovation nach dem Prinzip der Systemidealität. Dies ermöglicht die strategische Ideenproduktion für Produkte, Dienstleistungen, Technologien und den wirksamen Aufbau von Patenten und Schutzrechtsstrategien sowie die konrekte Lösung von Problemstellungen. Daraus abgeleitet lassen sich Produkt- und Technologiekalender auf wissenschaftlich fundierter Basis erstellen. Keine anderes Prinzip erlaubt dabei eine so sichere und umfassende Antizipation der zukünftigen Entwicklung.
Total Technology Development
Der INNOLOGICS e.V. unterstützt im Rahmen seiner wissenschaftlichen Tätigkeiten die Weiterentwicklung von Verfahren und Methoden des Total Technolgoy Developments. Der Begriff Total Technology Development wurde erstmals 1996 von Prof. D. Clausing vom Massachusetts Insitute for Technology in seinen Publikationen über Total Quality Management erwähnt. Schließlich beschrieb er im Jahre 2001 in “The Role of TRIZ in Technology Development” Vorgehensprinzipien für das Total Technology Development. Die Denkweise des TQM wurde damit auf die Technologie- und Produktentwicklung übertragen.
Unternehmens- und Innovationsstrategien
Total Technology Development ermöglicht eine gezielte Optimierung der Vorgehensweisen für die strategische Entwicklung von Produkten, Dienstleistungen und Technologien. Mit Total Technology Development wird Unternehmen die Chance eröffnet, die zukünftige Evolution der eigenen Produkte und Technologien zu antizipieren, umfassend Ideen für die daraus resultierenden Entwicklungspfade zu generieren und taktische Instrumente im Markt zu erlangen. Dadurch können innovative Entwicklungssprünge erreicht und signifikante Kosteneinsparungen erzielt werden. Durch die Anwendung des Prinzips des Total Technology Development werden schon in den frühen Prozessphasen durch Anforderungsermittlung sowie umfassende Alternativengenerierung die Entscheidungs- und Planungssicherheit signifikant verbessert und damit die Technologie- und Vorentwicklung gezielt ausgerichtet. Das Prinzip des Total Technology Development unterstützt damit gezielt die frühe Phase des Innovationsprozesses, da hier der Grad der Ergebnisbeeinflussung am höchsten ist.
Total Technology Development richtet sich nach dem Innovationsprinzip der Idealität. Innovation kann in diesem Zusammenhang als Steigerung der Idealität eines Systems betrachtet werden, wobei sich Idealität definiert als das Verhältnis zwischen dem wahrgenommenen Nutzen und den Funktionen zu den impliziten Schäden und Kosten eines Systems, Produktes oder einer Dienstleistung. Investitionen in Produkte, Technologien oder Dienstleistungen können gezielt an diesem Grundprinzip gemessen und beurteilt werden. Die Entwicklungsstrategie zielt auf das sogenannte ideale Resultat, d.h. auf ein System, welches die gewünschten Funktionen ohne Nachteile (Kosten oder sonstige Schäden) erfüllt. Damit wird die Systemvision eindeutig. Die Ableitung des logischen Entwicklungspfades wird dabei durch gezielte Patentrecherchen unterstützt. Hierdurch reduzieren sich signifikant die Aufwände des Technologie-Screenings, der Ideenentwicklung und Konzepterstellung. Lead User Befragungen, Product Reengineering von Wettbewerbslösungen, Quality Function Deployment (QFD) sowie Problemlösungs- und Konstruktionsmethoden, wie z.B. TRIZ, werden dadurch wirkungsvoller eingesetzt. Aus diesen Aktivitäten und einer initialen Erstellung einer Patentanalyse (Patent-Map) leiten sich dann die Vorsteuergrößen für die weitere Produktentwicklung ab.
Innovationsgenerierung/Erfinden
Die Ergebnisse einer konzentrierten Anforderungsermittlung, unter Berücksichtigung von Patent- Recherchen, Lead User Befragungen, Product-Reengineering und Quality Function Deployment, bilden die Grundlage für ein weiteres Vorgehen zur Funktionsanalyse, Funktionskostenanalyse, Funktions- modellierung, Ideengenerierung und einer resultierenden Konzepterstellung. Es ergeben sich hiermit in kürzester Zeit eine Vielzahl neuer Ideen sowie ein neues Systemverständnis. Auf dieser Basis lassen sich dann Konzeptalternativen für verbesserte Produkte als auch strategische Entwicklungen erarbeiten sowie Schutzrechtsanmeldungen ableiten. Durch den Einsatz effektiver Methoden eröffnen sich zusätzliche Chancen und Möglichkeiten für Innovationen.
Technology Matching und Technologietransfer
Auf Basis der Funktionsanalyse lassen sich Funktionen mit Lösungen aus anderen Branchen vergleichen - es wird ein von uns entwickeltes Verfahren zum Technology Matching durchgeführt. Damit kann ein Wissenstransfer aus der eigenen Anwendung heraus oder aus fremden Anwendungen hinein erzielt werden. Entscheidend für einen erfolgreichen Technologietransfer ist dabei auch das Wissen um neue Technologien und deren Anwendbarkeit. Durch die enge Zusammenarbeit mit der Anwendungszentrum GmbH Oberpfaffenhofen und durch den Erfahrungsschatz aus Innovationsprojekten in vielen Branchen, können wir auf eine breite Datenbasis von High-Tech-Lösungen und neuen Technologien zurückgreifen. Die funktionsbasierte Analyse ermöglicht uns das Auffinden von vorher noch nicht bekannten Synergien.
Technology Retrieval/Patentrecherche
Zur Unterstützung der Innovations- und Schutzrechtsgenerierung führen wir gezielte Patentrecherchen durch. Auf Basis der funktionsorientierten Analyse werden dabei mit Hilfe von semantischen Recherchetools Merkmalsrecherchen zur Ermittlung des Standes der Technik und insbesondere Analysen zur Ermittlung branchenfremder Lösungen als auch potenzieller Lizenznehmer durchgeführt. Unsere KI-Werkzeuge nutzen wir sowohl zur effektiven und schnellen Recherche, als auch als kreative Basis, um zu neuen Erfindungen oder Patentumgehungslösungen zu finden.
Innovationsmarketing
Die Vermarktung von Innovationen kann durch eine systematische Innovationsbewertung, flankiert von der erstellten Schutzrechtstrategie, systematisch durchgeführt werden. Über spezifisch definierte Vorentwicklungsprojekte lässt sich ein strategischer “Brückenkopf” in der Unternehmensorganisation bei potenziellen Anwendern bilden. Dies schließt die existierende Kluft zwischen den “Early Adopters” und den “Main Stream Usern”. Erfinder und Innovatoren können so gezielt beim Vertrieb ihrer technischen Lösungen unterstützt werden.
Technologiescouting
Auf Basis des Total Technology Development kann ein nach funktionalen Gesichtspunkten orientiertes Technologiescouting durchgeführt werden. Nach der funktionalen Analyse der Produkte und Technologien eines Unternehmens wird dabei unter Anwendung des Prinzips der “idealen Strategie” systematisch nach neuen Lösungen auf der Anforderungs- und Funktionsebene gesucht. Dadurch werden effektiv und effizient neue Chancen für Innovationen eröffnet. Unser Scouting wird durch die Verwendung von KI-Recherchetools für Patentdatenbanken unterstützt.
Technology Due Diligence
Nach dem Prinzip der Idealität haben wir eine Bewertungssystematik für Technologien, Innovationen und für das Ideenmanagement geschaffen. Dieses auf technologische Funktionen und Kundennutzen ausgerichtete System wird individuell auf die jeweilige Unternehmenssituation angepasst. Die Systematik berücksichtigt wesentliche Kennziffern aus den Bereichen Technologie, Markt, Finanzen und Strategie.
Elemente der Vorgehensweise nach dem Prinzip des Total Technology Development sind:
- Analyse und Feststellung der aktuellen Patent- und Ideensituation mittels Technologie- und Patentrecherche,
- systematische Analyse der Kundenanforderungen und Kundenfunktionen sowie von Problemen und technischen Schwierigkeiten,
- Übersetzung der Anforderungen in bestimmende technische Parameter,
- Analyse der technischen Parameter mit nachfolgender Funktions- und Systemanalyse als Basis für den weiteren Innovationsprozess,
- Funktionsmodellierung und Funktionskostenanalyse,
- Matchingprozess zur synergetischen Nutzung des eigenen Technologieportfolios oder externer Technologiemöglichkeiten,
- Analyse der technologischen Evolution,
- strategisch ausgerichtete Ideensammlung und pro-aktive Ideengenerierung zur Erstellung innovativer Konzepte und Aufdeckung neuer Geschäftschancen,
- Abgleich mit dem Schutzrechtsportfolio und strategische Ideenbewertung sowie Aufstellen einer Schutzrechtsstrategie,
- Definition von Entwicklungsaufgaben als Projekte auf Basis der Produktstrategie,
- Integration der Ergebnisse in die übergreifende strategische Technologie- und Geschäftsfeldplanung zur Erstellung von Technologie- und Produktkalendern,
- Technologiescouting und -screening unter Nutzung funktions- und evolutionsorientierter Analysen,
- Vermarktung von Innovationen auf Basis gesicherter Schutzrechtsstrategien und funktionaler Assets,
- Technologie- und Innovationsbewertung mit Hilfe unternehmensspezifischer Kennziffern nach dem Grundgesetz der Idealität.
Produktionsoptimierung
Auf Basis der Methodik des Total Technology Development verbindet das funktions- orientierte Denken nach dem Prinzip der Idealität Methoden des Sechs Sigma und des Total Quality Mangements zur gezielten Optimierung von Produktionsprozessen. Damit werden Unternehmen in die Lage versetzt, den Ansprüchen schneller kundenspezifischer Entwicklungen und bei hoher Varianz und hoher Qualität gerecht zu werden. Es können damit insbesondere Qualitätsoptimierungen auf Basis der Funktionsanalyse durchgeführt werden, die über Sechs Sigma und TQM hinausgehen. |